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Cam McCauls Museum der Erinnerungen Elf Jahre, elf Rahmen. Eine unglaubliche Geschichte des Wandels.

Cam McCauls Museum der Erinnerungen Elf Jahre, elf Rahmen. Eine unglaubliche Geschichte des Wandels.

Elf Trek-Rahmen hängen an der Wand in Cam McCauls Garage. Jeder repräsentiert ein Jahr in seiner Slopestyle-Karriere, die sich von 2004 bis 2014 erstreckte. Sie symbolisieren seine besten und schlimmstem Momente – überzeugende Siege und atemberaubende Videosegmente, aber auch heftige Stürze und böse Verletzungen. Jedes Bike versinnbildlicht ein bisschen, wer er in einem bestimmten Zeitraum war.

Bevor Cam sich dazu entschied, die Story jedes einzelnen Rahmens auf seinem YouTube-Kanal zu erzählen, war ihm nicht klar, wie viele Momente er bereits vergessen hatte. Obwohl er die Rahmen jeden Tag sah, riefen sie nur bruchstückhafte Erinnerungen in ihm hervor. Bei der Suche nach alten Aufnahmen, während der Digitalisierung alter Segmente von DVDs und beim Schneiden des Videos vervollständigte er seine Story.

„Ich schaue mir das an und sehe mein 18-jähriges Ich, das keine Vorstellung davon hat, was auf ihn zukommt“, sagt Cam. „Das Biken ist eine Sache, aber wenn ich mich selbst reden höre, denke ich mir immer: ‚Du bist noch ein Kind und hast noch so viel zu lernen.‘“

Cam ist jetzt 35 und damit ein „alter Mann“ in der Slopestyle- und Freeride-Welt. Sein Weg aber verlief stets parallel zur Geschichte des Sports. Als er ein Teenager war, steckte Slopestyle noch in seinen Kinderschuhen. Das erste Bike in seinem Video ist ein Session 77, das Trek speziell für ihn baute, da das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt überhaupt kein Slopestyle-Bike im Sortiment hatte. Mit dem Vorfahren des Ticket S machte er in der Mountainbike-Fernsehsendung „Drop In“ British Columbia unsicher — und sich mit seiner gekonnten Selbstinszenierung und gut gelaunten Persönlichkeit einen Namen.

Cams Lieblingsbike ist sein Remedy aus dem Jahr 2006. In diesem Jahr feierte er seinen Durchbruch. Dieses Remedy war der Protagonist in einem seiner liebsten Videosegmente, und zwar in den Anfangsszenen von „New World Disorder VII“. Darüber hinaus gewann er damit eine Reihe von Contests. Sein hochglanzpolierter Lack scheint immer noch durch die zahlreichen Dellen und Kratzer aus diesem aufregenden Jahr hervor. Das Remedy war schon immer Cams Lieblingsrahmen gewesen — und dieses Video half ihm, sich an die glorreiche Geschichte dieses Bikes zu erinnern.

„Es ist schon abgefahren, daran zu denken, wie viel damals in nur einem Jahr passierte“, sagt Cam. „Natürlich gab es auch Jahre, in denen aufgrund von Verletzungen weniger los war. Manchmal kam man zurück und fuhr nur einen Contest, manchmal war man gesund genug, um ein Filmsegment zu drehen – und das wars dann auch schon für das Jahr.“

Die Bearbeitung dieses Videos half Cam, seine Karriere ins rechte Licht zu rücken. Cam erkannte, dass die bleibendsten Erinnerungen oftmals nicht die Ergebnisse von irgendwelchen Contests waren, obwohl sie zu jener Zeit so wichtig erschienen. Wer er heute ist, ist eine Verschmelzung der Momente und Dinge, die er für erhaltenswert erachtet. Von ganztägigen Abenteuern über kreative Challenges unter Freunden bis hin zu Einblicken in seinen Alltag — sein YouTube-Kanal ist gespickt mit unbeschwertem, kurzweiligem Material.

Das Video half Cam nicht nur dabei, sich an das zu erinnern, was er vergessen hatte. Es half ihm auch, Seiten seines alten Selbst zu sehen, die er auch heute noch an sich wiedererkennt: Eigenarten und Ausdrucksformen, die er nicht nur beibehalten, sondern auch an seine zwei Kinder weitergegeben hat. Mit den Rahmen verhält es sich genauso. Ein 2014 Ticket S hat eigentlich nicht viel mit einem notdürftig zusammengebastelten 2004 Session 77 gemein — und dennoch sind sie untrennbar miteinander verbunden: Durch den Prozess, zu entscheiden, was erhaltenswert ist.

„Es ist schon verrückt, wenn man überlegt, wie antik der erste Rahmen aussieht, und sich dann die hochglanzpolierten Rahmen am Ende anschaut, die man heutzutage ganz bequem kaufen kann“, sagt Cam. „Ich finde, Weiterentwicklung dieses Rahmens ist bezeichnend für Trek, für die Bereitschaft des Unternehmens, diese Seite des Sports zu solch einem frühen Zeitpunkt zu unterstützen. Und für den Fortschritt des Sports im Allgemeinen.“

Cam hatte nicht erwartet, dass die Bearbeitung des Videos solch eine kathartische Erfahrung sein würde. Die Idee für das Video entstand zum Teil aus der Tatsache, dass sein Wohnort Bend im US-Bundesstaat Oregon einfach zu kalt und zu verschneit war, um die für seinen YouTube-Kanal typischen Segmente zu drehen. Beim Schneiden des Videos aber hatte er Zeit, darüber nachzudenken, wie weit er es seit seinem Auftritt bei „Drop In“ mit 18 Jahren gebracht hat.

„Damals konzentrierte ich mich auf bestimmte Sachen, und das große Ganze war sicherlich keine davon“, sagt Cam. „Ich freue mich, dass Mountainbiking gewachsen und dass Trailriding immer aggressiver geworden ist. Ich glaube, dass Slopestyle und Freeride einen großen Einfluss darauf haben, wie Menschen heute Mountainbiken und wie die Branche heute Bikes entwickelt.“

„Es ist großartig zu sehen, dass es immer noch so eine große Sache ist. Und nicht nur das: es ist größer als wir es uns jemals hätten vorstellen können.“

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