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Hinter den Kulissen der Tour de France: Teil 2 Im zweiten Teil der dreiteiligen Serie befassen wir uns mit fast jedem von Trek-Segafredo bei der Tour de France eingesetzten Produkt und thematisieren die Regeneration, Pflege und Ausrüstung, die für die Fahrer und ihr Equipment wichtig sind.

Hinter den Kulissen der Tour de France: Teil 2 Im zweiten Teil der dreiteiligen Serie befassen wir uns mit fast jedem von Trek-Segafredo bei der Tour de France eingesetzten Produkt und thematisieren die Regeneration, Pflege und Ausrüstung, die für die Fahrer und ihr Equipment wichtig sind.

Die Vorbereitung eines WorldTour-Teams auf die Tour de France ist ein gewaltiges Unterfangen und umfasst viel mehr, als acht Fahrer und acht Fahrräder an die Startlinie zu bringen. Die Fahrräder sind komplexe technische Meisterleistungen, die nach viel Feintuning und kontinuierlicher Wartung verlangen. Die Körper der Fahrer sind vielleicht noch komplexer, denn jeder braucht eine individuell angepasste Ernährung und Erholung. Die Betreuung eines Teams über mehr als drei Wochen in Frankreich erfordert die Koordination von Dutzenden von Personen, die auf der ganzen Welt verteilt sind.

Gute Ergebnisse bei der Tour de France ist natürlich eine Frage der Leistung, aber genauso eine Frage der Betreuung und Wartung. Die Fahrer müssen nicht nur schnell sein, sondern auch ihre Ruhezeiten gut einteilen sowie ihre Ernährungs- und Regenerationspläne so abstimmen, dass sie Tag für Tag Höchstleistungen abrufen können.

Ihre Rennräder brauchen fast genauso viel Liebe und Pflege. Die Mechaniker von Trek-Segafredo arbeiten unermüdlich, damit die Radflotte des Teams in einem tadellosen Zustand ist und das Risiko mechanischer Probleme in den entscheidenden Momenten des Rennens gegen Null geht.

Das Team verbraucht Unmengen an Wartungs- und Pflegematerialien, um während der Tour die reibungslose Funktion zu gewährleisten.

Laut Matt Shriver, technischer Leiter bei Trek-Segafredo, werden mehr als 7,5 Liter Finish Line EcoTech Entfetter, 6 120-ml-Fläschchen Kettenöl, eine Dose Schmierfett für Laufräder und Lager und mindestens 10 700-ml-Dosen an Bremsscheibenreiniger verbraucht, um eine ordnungsgemäße Funktion der Rennräder über die dreiwöchige Renndauer sicherzustellen.

Im Bereich der Ernährung sind die Zahlen noch eindrucksvoller. Nach Auskunft von Elvio Barcella, ein Betreuer bei Trek-Segafredo, wird das Team während der Tour folgende Mengen an Enervit-Produkten verbrauchen: 800 Energiegel, 400 Energieriegels, 30 kg Elektrolyt-Getränkepulver für die Rennen und 2 Kilogramm Getränkepulver zur Förderung der Erholung nach dem Rennen.

Diese schiere Menge an Produkten, die in den Teambus, die Autos, Transporter und Lkws verstaut werden, erfordert eine nahezu frequente Kommunikation zwischen Partnern und dem Team, damit sie rechtzeitig bei jeder Touretappe zur Verfügung stehen. Wie bei den zum Einsatz kommenden Rahmen und Komponenten, gibt Trek-Segafredo bereits am Ende der Vorsaison die Bestellung für den gesamten kommenden Rennkalender, einschließlich der Tour de France, auf. Dank der langjährigen Beziehungen zu den Partnern, ist dieser Prozess relativ stressfrei.

Enervit und Trek-Segafredo arbeiten besonders eng zusammen, was angesichts der individuellen Anforderungen bei der Ernährung nicht verwunderlich ist. Um vom Team Feedback zu erhalten und neue Produkte vorzustellen, treffen sich vor dem Start der nächsten Saison im November oder Dezember Vertreter von Enervit mit Mitarbeitern von Trek-Segafredo – insbesondere mit Stephanie Scheirlynck, der Ernährungsberaterin des Teams. Da bei Enervit die Produktion nicht ausgelagert ist, kann das Unternehmen schnell reagieren und speziell auf die Ziele von Trek-Segafredo zugeschnittene Produkte realisieren.

„Wir haben in Zusammenarbeit mit Stephanie ein spezielles Renngetränk entwickelt, das wir Carbo Trek nennen“, erzählt Filippo Casarotto, Sports and Fitness Brand Manager bei Enervit. „Wir versuchen immer, auf die Wünsche des Teams einzugehen, denn wir produzieren 80 Prozent unserer Produkte selbst.“

Finish Line versorgt Trek-Segafredo bereits seit über 10 Jahren mit Schmiermitteln, Entfettern, Reinigern und Polituren. Das Unternehmen verfügt auf der ganzen Welt über Vertriebszentren, einschließlich des belgischen Vertriebspartners NOW Company, der auf Abruf alle Produktanforderungen für die Tour erfüllen kann.

„Dank dieser lückenlosen Lieferkette kann Finish Line das Team Trek-Segafredo optimal unterstützen“, berichtet Alex Barouh, Director of Global Sales bei Finish Line. „Wir sind sehr stolz darauf, unsere unverzichtbaren Wartungs- und Pflegeprodukte innerhalb von nur wenigen Tagen nach der Bestellung an die Teammechaniker ausliefern zu können.“

Die Covid-19-Pandemie hat vielen Partnern von Trek-Segafredo logistisches Kopfzerbrechen bereitet, was zu Versandproblemen und einer steigenden Nachfrage nach Rennrädern sowie allen damit verbundenen Produkten geführt hat. Was früher ein eingespielter Prozess war, wurde plötzlich viel komplizierter.

Saris produziert die H3 Smarttrainer, die von Trek-Segafredo bei der Tour eingesetzt werden. Das Team hat auf seiner Fahrt durch Frankreich stets 10 Smarttrainer dabei – einen für jeden Fahrer im Teambus und dann noch zwei Ersatztrainer im Team-Lkw. Die von Trek-Segafredo genutzten Modelle sind identisch mit den käuflich erwerblichen Produkten. Um in seiner Fabrik in Madison, Wisconsin, bei der Produktion die Gesundheit aller Mitarbeiter zu gewährleisten, musste Saris persönliche Schutzausrüstung kaufen und die Anordnung der Anlagen im Werk ändern, damit die Mitarbeiter die nötige räumliche Distanz zueinander einhalten konnten. Zugleich mussten sie eine enorme Nachfrage nach ihrem Produkt befriedigen.

„Diese Herausforderung besteht auch heute noch“, beschreibt Brian Turany, Category Manager bei Saris, die aktuelle Situation. „Wir verschicken mehr Komponenten per Luftfracht, als uns lieb ist, aber das ist die einzige Möglichkeit, um mit der Nachfrage Schritt zu halten. Glücklicherweise macht das Team einen großartigen Job bei der Wartung und Pflege ihrer Ausrüstung, so dass wir im Servicelager den „Notfallvorrat“ nicht aufstocken mussten.“

„Die Beschaffungs- und Einkaufsabteilung bei Saris ist heute mehr denn je die wichtigste Arbeitsgruppe im Unternehmen.“

Natürlich sind kleinere Störungen manchmal unvermeidbar. Feedback Sports versorgt seine Partnerteams seit 15 Jahren zuverlässig mit Fahrradwerkzeugen sowie Rollentrainern und hat mit zunehmender Beliebtheit seiner Produkte seinen Support schrittweise ausgebaut. Für zukünftige große Rundfahrten planen sie die Fertigung individueller Montageständer, die ihre Teams und die Atmosphäre der Rennen hochleben lassen. Aber wie viele andere Unternehmen, die strapazierfähige Produkte herstellen, hatten sie im vergangenen Jahr Schwierigkeiten, die Bedürfnisse ihrer Kunden so schnell zu erfüllen, wie sie es gerne getan hätten.

„Glücklicherweise setzen wir bei unseren Produkten auf eine lange Nutzungsdauer. Daher entstand kein größeres Problem und unsere Teams waren unglaublich nachsichtig“, freute sich Thomas McDaniel, Marketing Director bei Feedback. „Trotzdem möchten wir ihnen gerne das gewünschte Produkt liefern und es ärgert uns täglich, dass wir die Nachfrage nicht befriedigen können. Damit dies nicht noch einmal passiert, werden wir bereits in der zweiten Juniwoche eine Bestellung der Produkte für die in der nächsten Saison in Europa stattfindenden Teamcamps aufgeben, da wir von ähnlichen Lieferschwierigkeiten ausgehen müssen.“

Hyperice, das eine Reihe von Regenerationsprodukten wie Massagepistolen und Kompressions-Beinsysteme herstellt, verzeichnete in Zeiten von erschwerten Herstellungs- und Versandbedingungen auch ein signifikantes Wachstum. Komplikationen wie Schiffe, die in Kanälen stecken bleiben, verursachten erhebliche logistische Albträume, aber auch die Betreuung hochkarätiger Kunden auf Mikroebene bedeutete große Herausforderungen.

Bei der Tour de France hat jeder Fahrer seine eigene Hyperice Hypervolt Massagepistole und im Teambus befinden sich zwei Paar Normatec Beinsysteme, die sich die Fahrer teilen (wobei einige Fahrer ein eigenes Paar möchten). Sollte einmal ein Gerät ausfallen oder ein Fahrer sein Ladegerät im Hotel der vorherigen Etappe vergessen, springt Hyperice ein und liefert so schnell wie möglich Ersatz.

„In Frankreich würden wir schauen, wer was braucht, und würden dafür sorgen, dass wir es per Eilzustellung mit einem garantierten Liefertermin versenden, wahrscheinlich an den nächsten oder übernächsten Etappenort, damit es auch garantiert rechtzeitig ankommt“, erläutert Jessica Miller, Director of Partnership for Endurance bei Hyperice. „Häufig passiert es, dass ein Fahrer ein Produkt im Teambus mehr nutzt als jemals zuvor und dann sagt, „Ich brauche so eins.“ Sie melden sich dann bei uns und wir koordinieren, dass sie es bei der nächsten Etappe bekommen. So können sie ihr eigenes Produkt für den Rest der Tour nutzen.“

Glücklicherweise sind einige der Partnerschaften von Trek-Segafredo relativ chaosresistent. Unior stattet die Mechaniker des Teams in der Regel im Winter vor der Saison mit neuen Werkzeugen aus. Unter normalen Umständen würde Unior das Team bei den Rennen besuchen, um Feedback zu ihren Produkten zu erhalten. Diese persönlichen Gespräche konnten in einem von der Pandemie geprägten Jahr nicht stattfinden, aber das Team hatte bereits alles, was es brauchte.

„Da unsere Tools ein Leben lang halten, müssen wir wirklich nur die Werkzeuge hinzufügen, die jedes Jahr dank des Feedbacks vom Team neu entwickelt werden“, erklärt Bruce Fina, Marketing and Sales Manager bei Unior. „Wir haben zum Glück seit vielen Jahren eine gute Beziehung zum Team, so dass wir alle Bedürfnisse unkompliziert per Telefon und E-Mail klären können.“

Glücklicherweise sind manche Dinge zeitlos.

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